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Umgang mit Rassismuserfahrungen und Empowermentansätze in Jugendkulturprojekten

Titelbild Now we're talking, Junge schreit in ein Mikrofon

Folgen rassistischer Diskriminierung sind vielfältig: "unsichtbar" gemacht werden, Ohnmachtsgefühle, Selbstzweifel, vermindertes Selbstwertgefühl. Kulturpädagogische Arbeit mit Jugendlichen bietet einen guten Zugang zu deren Lebensrealitäten und Perspektiven auf die Welt und ermöglicht es, diese Folgen durch künstlerischen Ausdruck entgegenzuwirken.

Einen Einstieg in das Thema bietet die jeweils zweitägige Basisfortbildung im Oktober 2017, die auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten ist. Zielperspektive ist eine Weiterbildung von Dezember 2017 bis Mai 2018. Achtung, der Anmeldschluss für die Basisfortbildung ist im August!

Als Rassismuserfahrung betrachten wir nicht nur unmittelbare „rechte“ Gewalt oder Anfeindung, sondern auch Erfahrungen von subtilen und/oder strukturellen Diskriminierungen, die oft auch für die Betroffenen nicht eindeutig erkennbar sind. Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit steht dabei das bewusste Herstellen von Räumen, in denen Jugendliche mit Migrations- und Fluchtgeschichte und/oder Rassismuserfahrungen mit kulturpädagogischen Mitteln (wie Tanz, Theater, Rap u.ä.) dazu arbeiten können.

Rassismuserfahrungen sind oft verknüpft mit anderen Erfahrungen der Ausgrenzung und Abwertung durch Zuschreibungen aufgrund von konstruierten Kategorien wie Geschlecht, sexueller Orientierung und Behinderungen/Körperbild. Auf diese Weise entstehen Mehrfachdiskriminierungen, die den Lebensalltag von Jugendlichen massiv belasten und in der pädagogischen Zusammenarbeit zur Sprache kommen sollten.

Der zweite Schwerpunkt ist Empowerment von Jugendlichen mit Rassismuserfahrungen, das heißt konkret eine Umsetzung von Jugendkulturarbeit, die den Schutz und die Unterstützung dieser Jugendlichen verbindet mit Möglichkeiten der Stärkung in Selbstbild, Selbstwahrnehmung und Wissen und der Erweiterung ihrer Handlungskompetenz.

Der Fachdienst Jugend, Bildung, Migration Reutlingen führt seit drei Jahren mit dem Verein Netzwerk Antidiskriminierung und dem soziokulturellen Zentrum franz.k das Jugendkulturprojekt „TALK – respect connects– respect connects“ in Reutlingen durch, welches es sich zum Ziel gemacht hat, Rassismus zu benennen und zu bearbeiten und Räume für Empowerment durch Kunst zu ermöglichen.

Now we're talking - Fortbildungsangebote

Zielperspektive ist eine Weiterbildung von Dezember 2017 bis Mai 2018. Damit sollen Mitarbeiter*innen aus der Jugendarbeit, sowie Kunstschaffende und Kulturpädagog*innen dazu befähigt werden, rassismuskritische und empowernde Projekte durchzuführen bzw. Empowerment und Rassismuskritik als Querschnittsaufgabe in ihre Praxis zu implementieren.

Als Einstieg in diese Weiterbildung bieten wir das erste Modul als zweitägige Basis-Fortbildung an, das jeweils auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten ist:

Qualifizierung 3 und 4 jeweils hier zu buchen: http://www.jugendakademie-bw.de/index.php/buchen

Veranstalter

IKÖ³ und die BruderhausDiakonie
Finanziert aus den Mitteln des AMIF-Fonds

Kooperationspartner

Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg
Diakonisches Werk Württemberg
Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg

Weitere Partner: Paritätisches Jugendwerk Baden-Württemberg, Landesjugendring Baden-Württemberg, Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg, Demokratiezentrum Baden-Württemberg, LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg, LAG Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg, LAG Mädchenpolitik Baden-Württemberg, LAG Jungenarbeit Baden-Württemberg