Von Grundlagen bis Train the Trainer – Wieder da in 2018!

Titelbild clem onojeghuo CC 0 web2Vielfältige Herausforderungen und Problemstellungen prägen die Lebenslage geflüchteter Menschen. Sie zu unterstützen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der auch die Kinder-, Jugend- und Jugendsozialarbeit wichtige Beiträge leistet: über 30 Prozent der geflüchteten Menschen sind Kinder, Jugendliche und junge Volljährige.

Sie kommen zum Teil allein und teils mit Familienangehörigen. Neben allgemeiner Versorgung und Zugang zum Bildungssystem ist eine gelingende Integration der jungen Menschen in das Gemeinwesen wichtig. Dafür sind die Einrichtungen und Institutionen der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit besonders geeignet – mit ihren Bezügen im Sozialraum, ihren bildungsorientierten Angeboten und ihren vielfältigen Begegnungs- und Beteiligungsmöglichkeiten.

Im Vordergrund der Qualifizierung steht, die Handlungssicherheit der pädagogischen Mitarbeitenden in der Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen zu stärken. Die Module vermitteln dazu Basiswissen wie rechtliches Grundlagenwissen und geben Raum zur Reflexion spezifischer Fragen der kulturellen Sensibilisierung sowie Anregungen für die Praxis.

Zielgruppe sind Fachkräfte der Offenen, Kommunalen und Verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit, der Mobilen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit aus allen Schularten.

Die Qualifizierung wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“.

Aufbau des Qualifizierungsangebots "Jugendarbeit mit geflüchteten jungen Menschen"

Übersicht Aufbau der Qualifizierung

Die Qualifizierung ist modular aufgebaut. Nach der Teilnahme am Grundmodul können weitere Module individuell aufbauend gebucht werden – es muss mindestens ein Aufbaumodul belegt werden, um die Basisqualifizierung abzuschließen. Mit dem Grundmodul, dem Aufbaumodul Ehrenamt, mindestens einem weiteren Aufbaumodul und einer Praxiseinheit kann die Fortbildung mit dem Zertifikat „Trainer*in in der Arbeit mit jungen Geflüchteten“ abgeschlossen werden. Damit können Qualifizierungen vor Ort selbst durchgeführt werden.

Themenbereiche des Grundlagenmoduls der Basisqualifizierung (zweitägig):

Das Grundmodul richtet sich an Fachkräfte, die eine Einführung in die Basisthemen wünschen. Im Vordergrund stehen Fragen kultureller Sensibilisierung, die Stärkung von Handlungskompetenzen sowie Anregungen und Know-How für die Praxis.

  • Grundwissen über Aufnahmeverfahren, Asylrecht und Unterstützungsangebote
  • Lebenswelten junger Geflüchteter und spezifische Belastungen, zum Beispiel unter gendersensibler Perspektive, Trauma und Umgang mit traumatisierenden Erlebnissen
  • Kultursensibilität, interkulturelle Kompetenz, eigene Haltung und Positionierung
  • Möglichkeiten und Grenzen: Zugänge, Resilienz- und Ressourcenarbeit

Aufbaumodul Ehrenamt (eintägig)

Das Aufbaumodul richtet sich an Fachkräfte, die die Einführung ins Basiswissen besucht haben und ihren Fokus auf die Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen richten wollen. Außerdem ist das Aufbaumodul Ehrenamt Voraussetzung für die Weiterqualifizierung als Trainer*in.

  • Methoden zur Begleitung, Beratung und Schulung Ehrenamtlicher
  • Motivation; Koordination und Logistik

Weitere Aufbaumodule der Basisqualifizierung (eintägig):

Für die Fortbildung werden verschiedene Aufbaumodule angeboten, die wechselnd verfügbar sind. Neue Aufbaumodule werden den Teilnehmer*innen der Qualifizierung und an dieser Stelle bekannt gegeben und können separat gebucht werden. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, einzelne Aufbaumodule als Block­seminar zu belegen

  • Empowerment und Stärkenarbeit
  • Traumasensible Projektarbeit
  • Partizipation mit und von jungen Geflüchteten
  • Methodik und Didaktik
  • Handlungs- und Argumentationstraining
  • Deeskalationstraining in der Arbeit mit jungen Geflüchteten

Weitere Themen bzw. Aufbaumodule sind geplant.

Weiterqualifizierung "Trainer*in in der Jugendarbeit mit geflüchteten jungen Menschen"

Neben dem beschriebenen Grundlagenmodul werden von der Akademie der Jugendarbeit verschiedene Aufbaumodule angeboten. Wird das Grundlagenmodul und ein Aufbaumodul besucht wird die Fortbildung mit dem Zertifikat „Basisqualifizierung“ abgeschlossen. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit eine Qualifizierung mit dem Zertifikat „Trainer*in in der Arbeit mit jungen Geflüchteten“ abzuschließen.

Wer als Trainer*in zertifiziert werden möchte, belegt zwei Aufbaumodule: Das Aufbaumodul Ehrenamt ist verpflichtend, ein weiteres kann frei aus dem Angebot gewählt werden. Abschließend ist eine Praxiseinheit zu absolvieren, die eigenständig vor- und nachbereitet wird. Die Dauer beträgt zwischen einem halben und ganzen Tag. Sie wird als Qualifizierungsmaßnahme vor Ort unter Fachbegleitung der Akademie der Jugendarbeit BW durchgeführt und ausgewertet. Nach Einsendung einer schriftlichen Dokumentation der durchgeführten Praxiseinheit (Umfang ca. 5 Seiten) oder der Teilnahme an einem moderierten Abschlusskolloquium mit integrierter Fallarbeit in der Gruppe wird das Zertifikat ausgehändigt.

 

Referent*innen: Aus dem Referent*innenpool der Kooperationspartner

Zielgruppe: Fachkräfte der Offenen, Kommunalen und Verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit, der Mobilen Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit aus allen Schularten.

 

Flyer zum Download

 

Termine und Orte

Achtung! Die Termine können unter "Veranstaltung buchen" jeweils einzeln gebucht werden. Für einen erfolgreichen Abschluss ist der Nachweis nötig, dass alle geforderten Module absolviert wurden.

Termine Grundmodul

02.-03. Februar 2018 (Bruchsal – Haus der Begegnung)

19.-20. März 2018 (Bad Liebenzell – Internationales Forum Burg Liebenzell)

16.-17. Mai 2018 (Freiburg – n.n.)

28.-29. Juni 2018 (Stuttgart – Karl Kloß Jugendbildungsstätte)

Termine Aufbaumodule Ehrenamt

Für die Belegung von Aufbaumodulen ist die Teilnahme am Grundmodul verpflichtend!

22. September 2018 (Bruchsal – Haus der Begegnung)

11. Oktober 2018 (Stuttgart – Karl Kloß Jugendbildungsstätte)

Termine Aufbaumodule

Für die Belegung von Aufbaumodulen ist die Teilnahme am Grundmodul verpflichtend!

21. September 2018: Empowerment und Stärkenarbeit (Bruchsal – Haus der Begegnung)

12. Oktober 2018: traumasensible Projektarbeit (Stuttgart – Karl Kloß Jugendbildungsstätte)

09. November 2018: Methodik und Didaktik (Stuttgart – Welthaus Stuttgart)

10. November 2018: Partizipation mit und von jungen Geflüchteten (Stuttgart – n.n.)

21. November 2018: Handlungs- und Argumentationstraining (Freiburg – n.n.)

04. Dezember 2018: Deeskalationstraining in der Arbeit mit jungen Geflüchteten (Stuttgart – Karl Kloß Jugendbildungsstätte)

Termine Abschlusskolloquium

01. Februar 2019 (Bruchsal)

20. März 2019 (Stuttgart)

Schriftliche Dokumentation

statt Kolloquium, Einzureichen bis 01.03.2019

Kosten

Grundmodul:
90,- € (inkl. Übernachtung und Verpflegung)

Aufbaumodul:
30,- € für eintägige Aufbaumodule (inkl. Verpflegung)
90,- € für Aufbaumodule als Block (2 Tage inkl. Übernachtung und Verpflegung)

 

Die Qualifizierung wird von der Akademie der Jugendarbeit Baden-Württemberg e.V. in Kooperation mit verschiedenen Partnern vor Ort durchgeführt: Kreisjugendring Landkreis Karlsruhe, Stadtjugendring Freiburg

 

INFO

Anja Mütschele

Fachliche Auskünfte

Anja Mütschele
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Organisatorische Auskünfte

Regina Kovacic, Susanne Zenker

Sekretariat
0711 896915-50
(Mo – Do 9.00 – 12.00 Uhr)
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